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Windows Phone 7

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Microsoft hat vor kurzem Windows Phone 7 herausgebracht. Eine gute Gelegenheit, die Eigenschaften von Windows Phone 7 näher zu betrachten und den ein oder anderen Vergleich mit Android oder iOS anzustellen.

Windows Phone 7 wurde speziell für Smartphones und damit verbundene Funktionen entwickelt. Es muss also vor allem Anforderungen wie Internetsurfen, E-Mails, Organizer, Terminplanung und weiteren Applikationen gerecht werden. Die ersten Punkte sind auch für Windows Phone 7 kein Problem. Für das Browsen im Internet steht der Internet Explorer zur Verfügung. Auch alle anderen Features werden gut erfüllt – Microsoft wagt sich schliesslich nicht zum ersten Mal auf den Mobile-Markt. Mit den Vorgängern Windows Mobile – in der letzten Version 6.5 – wurde bereits viel Erfahrung gesammelt. Im Smartphone-Markt äußerst wichtig ist der letzte Punkt der notwendigen Features: Applikationen. Wer bereits ein iPhone sein eigen nennt, wird die Vielfalt an Apps, die im iTunes Store zur Verfügung stehen, sehr schätzen gelernt haben. Gleiches gilt für Android-Smartphone Besitzer. Der Android Market wächst jeden Tag und stellt viele nützliche Applikationen zur Verfügung. Viele Anbieter stellen mittlerweile nicht mehr nur eine iPhone-App zur Verfügung, sondern auch eine Android-App. Die Wichtigkeit dieses Marktes ist also erkannt.

Gleich zum Start von Windows Phone 7 stellt Microsoft über 500 Anwendungen in einem eigenen Marketplace zur Verfügung. Egal ob Spiele, Office-Applikationen, Social Networking Tools oder Systemprogramme – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Man kann also ein Smartphone mit Windows Phone 7 auf die individuellen Bedürfnisse anpassen. Aber zurück zum eigentlichen Kern von Windows Phone 7 – schon bei iOS und Android haben sich gewisse Grundfunktionen als Pflicht etabliert:

So kann Multitasking auf Windows Phone 7 nur mit OS-eigenen Programmen stattfinden – das gleichzeitige Verwenden von mehreren Anwendungen ist derzeit nicht möglich. Tethering ist die nächste Funktion, die auf Windows Phone 7 Smartphones nicht zur Verfügung stehen wird. Mit Tethering kann man das Smartphone als UMTS-Modem verwenden – je nach Anwendung über USB oder über WLAN. Dass Windows Phone 7 diese Möglichkeit gar nicht anbietet, ist für viele sicherlich ein großer Nachteil.

Weiter geht es mit dem Thema Copy & Paste – diese Funktion musste schon den ersten iPhones abgesprochen werden. Apple hat diese Funktion dann als besonderes Feature nachgereicht. Auch Microsoft möchte diese doch sehr grundlegende Funktion Anfang 2011 über ein Update nachreichen. Die Integration eines softwareseitigen Zwischenspeichers stellt scheinbar eine große Herausforderung an die Entwickler.

Beim Musikdienst kann Microsoft bereits auf ein eigenes System zurückgreifen – der vor vielen Jahren auf den Markt gebrachte Musik-Player Zune wird nun durch die Windows Phone 7 Smartphones abgelöst. Das Musik-Portal Zune von Microsoft ist ähnlich aufgebaut wie die Musikplattform iTunes von Apple. Auch wenn das Angebot nicht so umfangreich ist, wird Microsoft diesem Punkt der notwendigen Features locker gerecht.

Im Vergleich zu Google mit Google Maps hat Microsoft mit Bing Maps auch einen Kartendienst, der zur Navigation verwendet werden kann. In diesem Punkt hat man mit einem Windows Phone 7 Smartphone also einen Vorteil gegenüber einem iPhone, da man eine kostenlose Navigation nutzen kann – kostenlos bezüglich der Navigationssoftware, das Herunterladen der Kartendaten verursacht natürlich Kosten beim UMTS-Provider.

Ein Punkt, bei dem Mircosoft wirklich eine Vorreiterrolle einnimmt ist die Office-Anwendung. Mit Microsoft Office 2010 mobile hat man ein sehr umfangreiches Bürosoftware-Paket, mit dem man problemlos auch die auf einem PC oder Mac erstellten Dokumente öffnen, anzeigen und bearbeiten kann. Gegenüber Android und iOS ein großer Pluspunkt. Auf dem iPhone stehen etwaige Anwendungen nur über Drittanbieter zur Verfügung. Android hat mit dem Quickoffice ebenfalls ein Bürosoftware-Paket – in Umfang und Kompatibilität allerdings kein Vergleich zum Office-Paket von Microsoft.

Für viele kaufentscheidend ist das Thema Flash. Damit ist nicht der Kamera-Blitz gemeint, sondern die aus dem Hause Adobe zur Verfügung stehende Anwendung, um animierte Inhalte im Internet darzustellen. Flash ist beispielsweise auf dem iPhone schon immer nicht verfügbar. Android-basierte Smartphones können Flash-Inhalte hingegen problemlos darstellen. Microsoft hat sich genau wie Apple gegen Flash entschieden. Hingegen steht das von Microsoft selbst entwickelte Konkurrenzprodukt Silverlight zur Verfügung.

Um nicht mehr auf den Flash-Zug aufspringen zu müssen, kann alternativ HTML 5 verwendet werden. Dort werden bewegte Inhalte auch ohne Flash-Technologie möglich. Allerdings unterstützt der in Windows Phone 7 integrierte Internet Explorer auch kein HTML 5 – was alles in allem einen großen Nachteil in punkto Internet und Zukunftssicherheit für Windows Phone 7 bedeutet.

Sicherlich muss man bei Windows Phone 7 noch von Kinderkrankheiten sprechen. Einige Punkte hätten aber bereits aus Erfahrung und Marktbeobachtung seitens Mircosoft besser gemacht werden können. Es wird sich schnell zeigen, ob Microsoft dennoch ein solides System auf den Markt gebracht hat, da man es nicht versäumt hat, mit ausreichend vielen Mobiltelefonen verschiedener Hersteller zu starten. Ende Oktober 2010 werden die ersten Smartphones mit Windows Phone 7 in Deutschland erscheinen. Letztendlich entscheiden die Nutzer, ob ein weiteres Betriebssystem im umkämpften Smartphone-Markt bestehen kann. Dem Wettbewerb würde es jedenfalls gut tun.

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Feedback

  1. Georg 15. Oktober 2010, 10:10 Uhr

    Ich hatte bis dato immer Windows Mobile Geräte (zuletzt WM 6.5)
    Von Windows Phone 7 bin ich ziemlich enttäuscht. Wechsle jetzt zu Android und warte auf mein bereits bestelltes HTC Desire HD.

  2. Werner 4. November 2010, 17:20 Uhr

    Wichtig ist auch zu bemerken, dass Windows Phone 7 Telefone keinen erweiterbaren Speicher zulässt. Nicht gerade zukunftsweisend und als mobile Festplatte ist das Telefon auch nicht mehr wie bei 6.5 nutzbar… Die Darstellung von Internetseiten ist unzumutbar. Ein großer Schritt zurück. Skype mobile auch nicht mehr möglich…

  3. patte 18. Januar 2012, 13:49 Uhr

    Windows Mobile ist enfach nur … also nicht wirklich der bringer! Hab gerade mal wieder mein altes aus dem Schrank geholt! bin ich glücklich, dass ich nicht mehr damit umgeherlaufen muss!

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